Splendor

© Asmodee

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Der Name ist Programm. Das gilt zumindest inhaltlich – und bis zu einem gewissen Grad auch äußerlich – auch für das Spiel „Splendor“. Das englische Wort steht für Pracht, Glanz und Prunk. Und genau darum geht es in „Splendor“. Smaragde, Rubine und Diamanten sollen ihre Besitzer reich machen.

Bei „Splendor“ besteht die Aufgabe darin, durch geschicktes Handeln mit Edelsteinen möglichst als Erster fünfzehn Prestigepunkte zu erhalten. Zu Beginn des Spiels haben die Spieler aber weder Edelsteine noch Prestigepunkte. Ist ein Spieler am Zug, so hat er die Wahl zwischen zwei grundsätzlichen Aktionen. Er kann Edelsteine in Form von Jetons nehmen oder eine Edelsteinkarte aus einer Auslage in der Tischmitte. Die Edelsteinkarten bringen Prestigepunkte. Die Zahl der Edelsteinjetons ist begrenzt. Die Auswahl der Edelsteinkarten beläuft sich auf Zwölf. Die Auslage besteht aus drei Reihen zu je vier Karten. Wird eine Karte weggenommen, wird die betreffende Reihe vom entsprechenden Nachziehstapel wieder aufgefüllt. Will ein Spieler Edelsteinjetons nehmen, so kann er entweder drei verschiedene Jetons von den insgesamt fünf Farben wählen, oder er nimmt zwei Jetons einer Farbe. Hat er genug Jetons zusammen, um eine Edelsteinkarte zu kaufen, gibt er die Jetons ab, nimmt sich die entsprechende Karte und legt sie offen vor sich aus. Der Edelsteinbonus der Karte bleibt ihm bis zum Ende des Spiels erhalten. Damit kann er also Jetons sparen. Es ist auch möglich, sich eine Karte zu reservieren, die man im Augenblick noch nicht bezahlen kann. Diese Karte nimmt der Spieler auf die Hand. Will er den Edelsteinbonus nutzen und eventuell Prestigepunkte erhalten, muss er die Karte später bezahlen. Auch dann legt er sie offen vor sich ab. Auch einige Personenkarten bringen Prestigepunkte. Sie liegen von Beginn an offen aus. Wer entsprechend viele Edelsteinboni auf seinen Karten sammeln konnte, erhält diese Personenkarten und ihre Prestigepunkte. Wer zuerst fünfzehn Punkte hat, beendet zwar das Spiel, hat damit aber noch lange nicht gewonnen. Denn eine angefangene Runde wird noch zu Ende gespielt und da kann sich das Punkteverhältnis noch verändern.

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„Splendor“ ist recht einfach erklärt. Die Regeln sind überschaubar und eindeutig und doch bietet dieses Spiel eine große taktische Herausforderung. Die Spieler müssen stets über den nächsten Zug hinausdenken und planen und gleichzeitig flexibel sein, weil andere Spieler ihnen Karten wegschnappen. In „Splendor“ steckt viel mehr drin als es zunächst den Anschein hat. Was dazu kommt ist der hohe Wiederspielreiz. Was auch an der relativen Kürze der Partien liegt. „Splendor“ hat es absolut zu Recht auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres geschafft.

„Splendor“
Autor: Marc André
Verlag: Space Cowboys / Vertrieb: Asmodee
Für 2 – 4 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: ca. 30 Euro

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