Karuba

© HABA

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Schauspieler Harrison Ford hat in seiner Rolle als abenteuerlustiger Archäologe Indiana Jones weltweit Bekanntheit erlangt. Wer kennt ihn nicht, den Forscher mit dem schrägen Grinsen, dem Hut und der Peitsche? Wer schon immer mal in die Fußstapfen von Indiana Jones treten wollte, der kann das jetzt mit dem Spiel „Karuba“ aus dem Hause HABA tun. Bei „Karuba“ schlagen wir uns auf unbekannten Pfaden durch den Dschungel, um als erster bei verborgenen Tempeln anzukommen und dort Schätze zu heben.

Wie funktioniert es?
Jeder Spieler erhält ein eigenes Tableau mit einer Insel. Die Insel besteht aus 30 leeren Feldern. Am Rande der Insel werden auf zwei Strandseiten vier Abenteurer in vier verschiedenen Farben beliebig aufgestellt. Außerdem gibt es noch zwei Dschungelseiten. Dort werden am Rand vier Tempel ebenso beliebig platziert. Ihre Farben entsprechen den Farben der Forscher. Unsere Aufgabe ist es jetzt, den jeweiligen Forscher zum gleichfarbigen Tempel zu bringen. Das geht nur über Pfade durch den Dschungel, die zu Beginn des Spiels aber noch fehlen. Die Pfade gibt es in Form von Wegeplättchen, die nach und nach auf das Inseltableau gelegt werden. 36 durchnummerierte Wegeplättchen stehen für jeden Spieler zur Verfügung. Jeder Spieler hat einen identischen Stapel. Ein Spieler – der „Expeditionsleiter“ – mischt seine Plättchen und bildet damit einen verdeckten Stapel. Alle anderen sortieren ihre Wegeplättchen offen vor sich nach der Nummerierung. Der „Expeditionsleiter“ deckt das oberste Plättchen auf und nennt die Nummer. Alle anderen Spieler suchen nun gleichzeitig diese Nummer aus ihren Plättchen heraus und jeder Spieler darf nun sein Plättchen auf seinem Tableau ablegen. Dabei gilt nur die Regel zu beachten, dass die Nummer auf dem Wegeplättchen für den Spieler richtig herum zu lesen ist und nicht auf dem Kopf steht oder seitlich gekippt ist. Ansonsten kann man das Plättchen völlig frei platzieren. Als Spieler kann ich auch darauf verzichten das Wegeplättchen zu legen. Ich kann es abwerfen und einen meiner Forscher so viele Felder weit bewegen, wie Wegeendungen auf dem abgeworfenen Plättchen zu sehen sind (das können zwei bis vier sein). Dafür muss der Forscher aber einen Weg zur Verfügung haben. Hier kommt es natürlich darauf an, möglichst geschickt Pfade anzulegen, die jeden Forscher auf kürzestem Weg zum passenden Tempel führen. Wer zuerst bei dem passenden Tempel mit seinem Forscher ankommt, der erhält den kostbarsten Schatz. Auf den Wegen können auch noch Kristalle und Goldnuggets aufgesammelt werden. Sie bringen am Spielende neben den Tempelschätzen zusätzlich Punkte ein. Wer in der Summe die meisten Punkte einheimsen konnte, gewinnt bei „Karuba“.

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Einschätzung
„Karuba“ macht Spaß. Es ist kurzweilig und gerade für Familien absolut geeignet. Sowohl Spielanleitung als auch Spielmaterial sind wie von HABA gewohnt von hoher Qualität. Der Einstieg ins Spiel geht extrem schnell und auch die Spieldauer liegt in der Regel bei unter 30 Minuten. Wer auf Grund des Spielprinzips vermutet, dass alle das gleiche machen und ihre Wegeplättchen so platzieren wie die Mitspieler, der liegt falsch. Vielmehr schaut jeder Spieler auf sein Tableau und entwickelt eigene Ideen, wie er das Ziel am besten erreichen kann. Spannend ist bei „Karuba“ auch die Entscheidung, welche Wegeplättchen ich tatsächliche lege und wohin und welche Wegeplättchen ich zu Gunsten einer Bewegung abwerfe. Und auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle, denn ich will ja vor den anderen Spielern die Tempel erreichen, um möglichst viele Punkte abzuholen. Das macht das Spiel sehr reizvoll. „Karuba“ konnte uns völlig überzeugen. Es ist ein sehr empfehlenswertes Spiel, mit einem hohen Wiederspielreiz!

„Karuba“
Autor: Rüdiger Dorn
Verlag: HABA
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 40 Minuten
Preis: ca. 30 Euro

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