Tief im Riff

© Amigo Spiele

Der Der Disneyfilm „Findet Nemo“ hat weltweit dafür gesorgt, dass Clownsfische plötzlich bekannt wurden. Und wer sich an den Film erinnert, der weiß auch noch, dass Nemo mit seiner Schulklasse den gemeinsamen Lebensraum, das Riff, erkundet hat. Genau das ist auch die Idee hinter dem Spiel „Tief im Riff“, das bei Amigo-Spiele erschienen ist. Als Gruppe müssen die Spieler gemeinsam wenn möglich alle Lebewesen des Riffs entdecken und das bevor die Runde durchs Riff beendet ist!

Wie funktioniert es?
In die Mitte zwischen die bis zu sechs Spieler wird der Spielplan, das Riff, ausgebreitet. Dort ist ein Gewirr aus Wegen zu sehen, das sich durch das Riff zieht und es gibt Orte, an denen die Fische anhalten können. Verteilt im Riff liegen verdeckt Plättchen mit Lebewesen, die im Riff leben. Auf der Rückseite sind ein bis vier Luftblasen zu sehen. Die Anzahl der Luftblasen entscheidet später, welche Lebewesen aufgedeckt und damit entdeckt werden können. Es gibt einen gemeinsamen Startpunkt für die vier Fische, die die Schulklasse bilden. Dabei ist aber zu beachten, dass die einzelnen Fische nicht einzelnen Spielern zugeordnet sind, sondern, dass jeder Spieler jeden beliebigen Fisch bewegen kann! Aber nicht beliebig weit. Ist ein Spieler am Zug, wirft er zunächst einen Würfel. Entsprechend des Würfelergebnisses muss er nun einen der vier Fische durch das Riff bewegen. Dabei gebe kleine rote Pfeile vor, in welche Richtung es auf dem jeweiligen Weg geht. Da es oft mehr als einen möglichen Weg gibt, kann ein Fisch, bei ein und demselben Würfelergebnis, sehr unterschiedlich weit kommen. Landet ein einzelner Fisch an einem Ort, darf er ein Plättchen mit genau einer Luftblase auf der Rückseite aufdecken. Dieses Lebewesen gilt nun als entdeckt. Besser ist es aber, wenn zwei, drei oder sogar alle vier Fische an einem Ort zusammenkommen, dann können ganze Gruppen mit Lebewesen entdeckt werden. Denn bei zwei Fischen an einem Ort darf ein Plättchen mit zwei Luftblasen auf der Rückseite aufgedeckt werden. Entsprechendes gilt für drei und vier Luftblasen bei drei und vier Fischen. Alternativ dürfen auch mehrere Plättchen mit einem niedrigeren Wert aufgedeckt werden. Da die Wege im Riff einen Rundkurs bilden und konsequent wieder an den Start zurückführen, müssen die Spieler gemeinsam planen, wie sie es schaffen auf dem Weg durchs Riff möglichst alle Lebewesen zu entdecken. Als Hilfe gibt es auf dem Weg noch Orte, an denen ein freundlicher Krake lebt. Sie unterstützt die kleinen Fische bei ihrer Erkundung. Sind nämlich alle Fische wieder am Ausgangspunkt angekommen endet das Spiel und dann wird geschaut, ob alle Lebewesen entdeckt werden konnten.

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Einschätzung
„Tief im Riff“ ist ein kooperatives Spiel, das Kinder in eine faszinierende Unterwasserwelt führt! Ich bin nicht nur wegen der wunderbaren Grafik sehr angetan von diesem Spiel, das für Kinder ab 5 Jahren gedacht ist. Es ist nämlich auch für Erwachsene eine Herausforderung, wie der beste Weg durchs Riff gefunden werden kann, um möglichst viele Lebewesen zu entdecken. Für mich ist „Tief im Riff“ damit ein ideales Familienspiel, da es das gemeinsame Überlegen und Handeln im Team fördert. Das Spiel kann so zu einem positiven Familienerlebnis werden. Gelungen finde ich auch, dass es Möglichkeiten gibt, den Schwierigkeitsgrad zu variieren. So kann die Anforderung an die Kinder und auch Erwachsenen gesteigert oder auch gesenkt werden. Dadurch wird das Spiel nicht langweilig oder frustrierend. Davon abgesehen ist das Material kindgerecht, schön und das Spiel insgesamt kurzweilig. Ein weiterer Vorteil: es können bis zu sechs Spieler daran teilnehmen. Was will man mehr? Wenn Eltern das Spiel ihren Kindern schenken, beschenken sie sich gleich mit und fördern das Teamwork in der Familie!

„Tief im Riff“
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Amigo Spiele
Für 2 – 6 Spieler
Ab 5 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 18 Euro

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