Cloud City – Die Wolkenstadt

© Blue Orange / Asmodee

„Cloud City“ – Die Wolkenstadt aus „Star Wars – Das Imperium schlägt zurück“ begleitet mich seit meiner Jugend. Ich gebe es zu, ich bin ein absoluter Fan der ersten Stunde. Als ich hörte, dass es ein Spiel mit dem Namen „Cloud City“ im Verlag Blue Orange geben würde, hatte ich sofort ein Bild im Kopf. Doch das musste ich sofort korrigieren als ich die ersten Bilder des Spiels gesehen habe. Bei „Cloud City – Die Wolkenstadt“ geht es keineswegs um Star Wars, sondern um Hochhäuser, die wir bauen und mit Brücken verbinden. Kein Star-Wars – leider!

 

Wie funktioniert es?
Zu Beginn erhalten alle je ein quadratisches Start-Plättchen auf dem zwei Grundrisse von Hochhäusern zu sehen sind. Diese Hochhäuser nehme ich mir vom riesigen Vorratsstapel, wo Hochhäuser in drei verschiedenen Höhen und Farben liegen.

© Blue Orange / Asmodee

Blau sind die niedrigsten, grün die mittleren und gelb die höchsten Hochhäuser. Welche zwei Hochhäuser ich mir nehmen darf, sehe ich an der Farbe der Grundrisse auf meinem Start-Plättchen. Dabei gibt es unterschiedliche Start-Plättchen. Wer in der Reihenfolge weiter hinten sitzt, bekommt schon mal welche der höheren Hochhäuser zum Start. Wer beginnt, muss sich mit zwei niedrigen blauen Hochhäusern zufriedengeben, hat aber auch den Vorteil zu starten. Wenn ich starte, darf ich als erste Person eines von drei quadratischen Plättchen aus meiner Hand an mein Startplättchen anlegen. Zu Beginn hat jeder drei dieser Plättchen bekommen. Drei weitere wurden in eine offene Auslage gelegt. Der große Rest verbleibt in einem Nachziehstapel neben der offenen Auslage. Jedes diese Plättchen zeigt je zwei Grundrisse von Hochhäusern. Im Laufe des Spiels lege ich, wenn wir zu viert spielen, insgesamt neun dieser Plättchen (das Start-Plättchen mitgezählt) im Raster Drei mal Drei.

© Blue Orange / Asmodee

Im Spiel zu zweit oder zu dritt lege ich zwölf Plättchen (wieder inklusive Start-Plättchen) im Raster Drei mal Vier. Immer, wenn ich ein Plättchen lege – was ich muss, wenn ich an der Reihe bin -, stelle ich die entsprechenden Hochhäuser drauf – auch das ist verpflichtend – und verbinde Hochhäuser der gleichen Höhe mit Brücken. Das ist jedoch freiwillig. Ich kann auch darauf verzichten. Je weiter die Hochhäuser auseinanderstehen, desto besser, denn dann kann ich lange Brücken bauen, die besonders viele Siegpunkte einbringen.

© Blue Orange / Asmodee

Ich muss aber bestimmte Regeln beim Brückenbau beachten. Nur gleichhohe Hochhäuser dürfen verbunden werden und nur mit Brücken in der passenden Länge und Farbe. Von einem Hochhaus dürfen höchstens zwei Brücken ausgehen. Außerdem dürfen sich Brücken in gleicher Höhe nicht kreuzen und ich darf eine Brücke nicht über drei oder mehr Hochhäuser hinweg bauen. Auch darf keine Lücke überbrückt werden, wo noch ein Plättchen fehlt. Also muss ich gut überlegen, wo ich mein Plättchen hinlege und wie ich es drehe, damit ich möglichst effektiv Brücken errichten kann. Zudem sollte ich auch darauf achten, ob es in der Farbe und Länge noch passende Brücken im Vorrat der Brücken gibt. Sonst baue ich umsonst.

© Blue Orange / Asmodee

Erschwert wird mein Brückenbau natürlich dadurch, dass ich eben nicht irgendein Plättchen aus dem großen Stapel raussuchen darf. Meine Auswahl ist immer auf die drei Plättchen beschränkt, die ich auf der Hand habe und aus der offenen Auslage ergänze. Denn immer, wenn ich ein Plättchen gelegt habe, ergänze ich meine Auswahl auf der Hand wieder mit einem Plättchen. Anschließend fülle ich die offene Auslage wieder mit einem Plättchen aus dem Nachziehstapel auf. Dann ist die nächste Person im Uhrzeigersinn an der Reihe. Haben alle neun Plättchen gelegt, endet das Spiel. Dann wird der Wert der Brücken addiert und es gewinnt, wer die meisten Siegpunkte sammeln konnte. In einer Variante ist es möglich mit Bonusplättchen zu spielen. Sie geben bestimmte Ziele oder Aufgaben vor, die ich erfüllen sollte, um Extra-Punkte zu erzielen. Zum Beispiel, dass kein Hochhaus ohne Brücke sein darf.

© Blue Orange / Asmodee

Einschätzung
„Cloud City“ ist sehr schnell erklärt und erlernt. Es hat eine sehr klare Ausrichtung und ist ein, im besten Sinne, einfaches Spiel. Dennoch muss ich mir immer wieder Gedanken machen: Wie bekomme ich es hin, dass ich möglichst lange Wege baue und dabei die Regeln einhalte? Das ist herausfordernd und keineswegs so einfach, wie es zunächst scheint. Ich muss zudem schauen, was die anderen so bauen, um zu erkennen, ob ich die lukrative lange Verbindung jetzt schon bauen sollte, weil sonst die letzte lange Brücke in Grün weg ist oder ob ich noch Zeit habe, um mein Bauprojekt noch zu optimieren? Dabei ist es natürlich so, dass andere mir immer genau das Plättchen wegschnappen, das ich gerne gehabt hätte. Es empfiehlt sich mit der Variante der Bonusplättchen zu spielen.

© Blue Orange / Asmodee

Das erhöht den Anspruch und auch den Spielreiz. Cool finde ich, am Ende meine Bauwerke anschauen zu können. Gerade wenn es zwölf Plättchen sind, sieht das richtig gut aus. Das haptische Element finde ich sehr schön an diesem Spiel. Das Spielmaterial ist solide und die Hochhäuser fallen auch nicht einfach um. Selbst Grobmotoriker wie ich bekommen den Brückenbau im Wesentlichen unfallfrei hin. Das ist alles sehr stabil und lässt sich gut bauen. Die Spieldauer ist genau richtig. Das gesamte Spiel fühlt sich insgesamt einfach rund an und ist ein sehr gutes Familien-Spiel; gerade auch für Menschen, die nicht so oft spielen ist es ein echter Tipp.

„Cloud City – Die Wolkenstadt“
Autor: Phil Walker-Harding
Verlag: Blue Orange / Vertrieb: Asmodee
Für 2 – 4 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: 28 Euro

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen