Die Portale von Molthar

© Amigo Spiele

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Die Welt der Gesellschaftsspiele ist manchmal schon erstaunlich: Da bringt ein Autor bei zwei unterschiedlichen Verlagen, jeweils gleichzeitig ein Spiel heraus und beide Spiele sind sich doch sehr ähnlich. So der Fall bei den Spielen „Die Portale von Molthar“ und „Teamplay“ von Johannes Schmidauer-König. Ersteres ist bei Amigo Spiele erschienen, das letztere bei Schmidt Spiele. „Die Portale von Molthar“ fällt dabei schon rein optisch eher ins Auge.

Wie funktioniert es?
„Die Portale von Molthar“ ist ein Kartenspiel, bei dem es darum geht mit Hilfe von Charakterkarten möglichst schnell Gewinnpunkte zu sammeln. Ist ein Spieler am Zug, so hat er drei Aktionen. Er kann dafür zwischen verschiedenen Aktionsmöglichkeiten wählen. Die Spieler können aus einer offenen Auslage oder vom Nachziehstapel Zahlenkarten (die im Spiel Perlenkarten genannt werden) nehmen, die sie auf der Hand sammeln. Dabei gibt es ein Handkartenlimit von fünf Zahlenkarten. Die Spieler können aber auch alle offen liegenden Zahlenkarten ablegen und neue Zahlenkarten aufdecken. Oder sie können Charakterkarten aus einer ebenfalls offenen Auslage oder vom entsprechenden Nachziehstapel nehmen. Bis zu zwei dieser Charakterkarten können die Spieler auf ihr Tableau – ihr Portal – legen. Als weitere Aktion können die Spieler mit den Zahlenkarten dann die Charakterkarten auf ihrem Portal aktivieren. Aktivierte Charakterkarten bringen nicht nur Siegpunkte, sondern haben auch noch jeweils besondere Eigenschaften, die die Spieler dann nutzen können. Dabei gilt: Je besser die Sondereigenschaft oder je höher die Siegpunktzahl auf der Charakterkarte, desto anspruchsvoller ist die Zahlenkombination, die benötigt wird, um die Charakterkarte zu aktivieren. Hat ein Spieler zwölf oder mehr Punkte erreicht, wird noch eine letzte Runde gespielt. Wer dann die meisten Punkte hat, gewinnt.

Einschätzung
„Die Portale von Molthar“ fallen schon wegen ihrer Grafik auf. Die lässt die Spieler in eine phantastische Welt eintauchen. Sie stammt von Dennis Lohausen und ist ziemlich opulent geraten. Dem einen oder anderen mag es auch zu viel sein. Tatsächlich geht bei einigen Karten auch die Übersichtlichkeit verloren. Das liegt aber vor allem auch daran, dass es im Verhältnis zur Art des Spiels sehr viele verschiedene Sonderaktionen auf Karten gibt. Das führt zur Unübersichtlichkeit und man muss immer wieder in die Spielanleitung schauen, was die Symbole denn nun bedeuten. Das lässt nach einigen Partien aber deutlich nach, wenn man denn so viele spielen will. Weniger wäre hier besser gewesen, denn eigentlich ist „Die Portale von Molthar“ sehr flüssig zu spielen. Die Spielabläufe schleifen sich schnell ein und sie sind in der Spielanleitung sehr gut erklärt. Davon abgesehen hat das Spiel durchaus seine taktischen Herausforderungen und ist kurzweilig und das bei einem guten Preis-Leistungsverhältnis. So ist „Die Portale von Molthar“ ein solides Kartenspiel für Leute, die eine Vorliebe für phantastische Illustrationen haben.

„Die Portale von Molthar“
Autor: Johannes Schmidauer-König
Verlag: Amigo Spiele
Für 2 – 5 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 45 Minuten
Preis: ca. 10 Euro

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