Das Verhör

© moses Verlag

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Die kleinen grauen Gehirnzellen sind gefragt, wenn die größten Kriminalisten der Welt ihre Fälle lösen. Egal ob Sherlock Holmes, Pater Brown oder Miss Marple – ohne Überlegung und Kombination geht nichts. Zentrum der Ermittlungen bei allen Detektiven und Kommissaren ist das Verhör und so heißt auch ein Spiel aus dem moses Verlag, das im Herbst erschienen ist: „Das Verhör!“

Wie funktioniert es?
„Das Verhör“ ist ein kartenbasiertes Spiel aus der „black stories“ Reihe. Die Spieler übernehmen die Rolle von Kommissaren. Es gibt vier verschiedene Kriminalfallkarten. Außerdem zwölf Karten mit Verdächtigen und sechzig Verhörkarten. Zunächst wird einer der vier Kriminalfälle ausgewählt. Dann zieht jeder Spieler zufällig einen Verdächtigen. Zu jedem Fall gibt es durchnummerierte Verhörkarten. Die werden ebenfalls zufällig und gleichmäßig an die Spieler verteilt. Auf einem Verhörblock müssen sich die Spieler die Nummern ihrer Verhörkarten notieren. Als Kommissare müssen die Spieler die Erkenntnisse, die sie über ihren Verdächtigen gesammelt haben, von den Verhörkarten vorlesen. Das geschieht reihum. Jeder Spieler muss dabei versuchen, sich möglichst genau zu merken, was über jeden einzelnen Verdächtigen für Aussagen gemacht werden. Anschließend werden alle Verhörkarten eingesammelt und neu gemischt. Von den Verhörkarten werden sieben Stück mit der Rückseite nach oben auf den Tisch gelegt. Auf der Rückseite kann über eine rote Folie eine Aussage sichtbar gemacht werden. Das ist ein Hinweis, der auf den möglichen Täter hindeutet. Nun muss jeder Spieler versuchen, diesen Hinweis einem Verdächtigen zuzuordnen und schreibt jeweils den entsprechenden Namen in eine der sieben Zeilen auf seinem Verhörblock. Am Ende muss der Name des möglichen Täters aufgeschrieben werden. Sind alle sieben Hinweise vorgelesen werden die Verhörkarten umgedreht und die Nummern der Karten vorgelesen. Damit ist nun jeder Hinweis einem Verdächtigen eindeutig zuzuordnen. Für richtig notierte Namen auf dem Verhörblock gibt es Punkte. Ebenso für den richtigen Täter. Wer dann insgesamt die meisten Punkte hat, der gewinnt.

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Einschätzung
Die Rätsel aus der „black stories“ Reihe des moses Verlages erfreuen sich schon seit Jahren großer Beliebtheit. Mit „Das Verhör“ ist jetzt eine willkommene und äußerst gelungene Erweiterung des Themas Krimirätsel hinzugekommen. „Das Verhör“ ist unterhaltsam, spannend und immer wieder abwechslungsreich. Auch wenn es „nur“ vier Fälle gibt, so ist doch durch die Variabilität der Verdächtigen und der Hinweise der Reiz immer wieder neu, den richtigen Täter zu finden. Bei „Das Verhör“ geht es eher ruhig zu; und das muss es auch. Das Spiel erfordert Aufmerksamkeit, genaues Zuhören und ein gutes Erinnerungsvermögen. „Das Verhör“ ist trotz seiner geringen Spieldauer deshalb auch nicht als Abschluss eines Spielabends oder als Spiel für Zwischendurch geeignet. Dazu sind die Fälle zu Anspruchsvoll. Vielmehr kann „Das Verhör“ auch dazu dienen, die Konzentrationsfähigkeit bei älteren Kindern und Jugendlichen zu fördern. „Das Verhör“ eignet sich also für Familien mit Kindern ab zehn Jahren und für Menschen, die sich gerne mit Kriminalfällen beschäftigen und ihre kleinen grauen Gehirnzellen auf Trab bringen wollen.

„Das Verhör“
Autor: Johannes Krenner
Verlag: moses Verlag
Für 3 – 6 Spieler
Ab 12 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: ca. 15 Euro

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