Crabz

© HUCH & friends

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Sie zählt zu den größten Naturschauspielen, die unser Planet zu bieten hat: Die Wanderung der roten Krabben auf den Weihnachtsinseln vor der Küste Australiens. Abermillionen Krabben machen sich auf den Weg, um vom Landesinnern ins Meer zu kommen, wo die nächste Generation Krabben geboren wird. Auf ihrem Weg stapeln sich die Krabben. Und am Ende heißt es für sie: Vorsicht vor der Flut, denn die ist tödlich. Auch beim Spiel „Crabz“ müssen sich die Krabben vor der Flut in Sicherheit bringen und Schutz suchen. Wer das am besten hinbekommt, der gewinnt bei diesem Spiel aus dem Hause Huch! & friends.

Wie funktioniert es?
Bei „Crabz“ hat jeder Spieler neun Krabben in seiner Farbe. Von den Krabben gibt es jeweils drei in drei verschiedenen Größen. Die Krabben bewegen sich über das Spielbrett, dabei dürfen sie kein leeres Feld und kein Wasserfeld betreten. Die Krabben dürfen sich nur über andere Krabben bewegen und nur auf anderen Krabben (eigenen und auch fremden) zum Stehen kommen. Die großen Krabben dürfen genau einen Schritt weit gehen und können auf Krabben jeder anderen Größe landen. Die mittleren Krabben dürfen genau zwei Schritte weit gehen und können auf mittleren und kleinen Krabben landen. Die kleinen Krabben wiederum dürfen genau drei Schritte weit gehen und können nur auf kleinen Krabben landen. Die Spieler dürfen immer nur eine ihrer Krabben bewegen. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Eine Krabbe, auf der eine andere Krabbe sitzt, kann nicht mehr bewegt werden. Allerdings können Krabben auch wieder frei kommen, wenn sich die auf ihr sitzende Krabbe wieder wegbewegt. Am Anfang bilden die Krabben eine große Gruppe. Doch durch die Bewegung kann die Gruppe aufgespalten werden. Sollte das geschehen, wird die kleinere der beiden Gruppen komplett vom Spielfeld genommen. Ein Spieler scheidet aus dem Spiel aus, wenn er keine seine Krabben mehr regulär bewegen kann. Der letzte Spieler, der übrig bleibt gewinnt bei „Crabz“.

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Einschätzung
„Crabz“ ist, was die Regeln betrifft, recht einfach. Das Spiel selbst bietet aber immer wieder taktische Herausforderungen. Wohin bewege ich welche meiner Krabben und was hat das für Folgen? Diese Fragen müssen sich die Spieler immer wieder stellen und entsprechend die richtigen Entscheidungen treffen. Bei Fehlentscheidungen kann eine Partie „Crabz“ schon nach wenigen Zügen beendet sein. Das macht mehrere Partien nacheinander möglich. Die Spieldauer ist natürlich auch davon abhängig, wie lange die einzelnen Spieler über ihre Spielzüge nachdenken. Die Gefahr der Dauergrübelei besteht eindeutig. Spannend ist „Crabz“ dadurch, dass sich das Spielfeld ständig verändert und permanent kleiner wird. Das Material ist sehr schön. Die Altersangabe ab sieben Jahren finde ich sehr niedrig angesetzt. Auch das Cover suggeriert ein reines Kinderspiel; das ist „Crabz“ aber keineswegs. Es ist vielmehr ein kurzweiliges, unterhaltsames und taktisches Familienspiel, das die grauen Hirnzellen fordert. Wir hatten beim Spielen jedenfalls viel Spaß!

„Crabz“
Autor: Henri Kermarrec
Verlag: HUCH! & friends
Für 2 – 4 Spieler
Ab 7 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: ca. 26 Euro

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