3×8

© Amigo-Spiele

Es gibt Spiele, die kommen mit ausgefallenen und langen Titeln auf den Markt. „Architekten des Westfrankenreiches“ zum Beispiel oder auch „Lewis & Clark – The Expedition“. Auf der anderen Seite stehen Spiele, deren Titel sehr minimalistisch gehalten sind. Dazu zählt auch „3×8“ von Amigo Spiele. Bei diesem Kartenspiel geht es aber keineswegs um das kleine Einmaleins.

Wie funktioniert es?
Das Ziel bei „3×8“ ist es drei Kartenreihen zu bilden, die jeweils aus mindestens acht Karten bestehen. Daher der Titel. Im Spiel gibt es 110 Zahlenkarten mit den Werten von 0 bis 109, wobei jede Karte genau einmal vorhanden ist. Immer zehn Karten in einem Zehnerbereich haben dieselbe Hintergrundfarbe. Dadurch ist das Spiel schön bunt.

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Dazu kommen noch zehn sogenannte Blockerkarten. Die insgesamt 120 Karten werden gut gemischt und jeder Spieler erhält zu Beginn vier Karten auf die Hand. Handkarten sollten vor den Mitspielern geheim gehalten werden. Dann gilt es die drei Reihen mit je mindestens acht Karten zu legen. Dabei müssen die Zahlen in den Reihen immer aufsteigen. Lücken sind erlaubt. Das Prinzip ist einfach: Eine Karte in eine Reihe legen oder damit eine neue Reihe beginnen und dann eine neue Karte ziehen. Nachziehen können die Spieler aus der offenen Auslage in der Mitte, wo immer drei Karten zur Verfügung stehen und vom Nachziehstapel, der sich direkt daneben befindet. Insgesamt dürfen die Spieler bis zu vier Reihen beginnen. Natürlich kommen durch pfiffige Regeln Varianten ins Spiel.

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Hat ein Spieler mindestens eine Karte in eine Reihe gespielt, darf er anschließend beliebig viele Karten vom Ende dieser Reihe ans Ende einer anderen Reihe verschieben. Karten mit derselben Hintergrundfarbe können auch gemeinsam in einer Reihe abgelegt werden. Dann kann der betreffende Spieler auch entsprechend viele Karten nachziehen. So kommt man schneller zum Erfolg. Denn wer zuerst seine drei Reihen mit acht Karten versehen hat, der gewinnt. Hilfreich ist es auch, dass die Kartenhand vergrößert werden kann. Will oder kann ein Spieler keine Karte in eine Reihe legen, kann er alle Karten aus der offenen Auslage entfernen und neue Karten in die offene Auslage legen. Dann darf er eine Karte auf die Hand nehmen. Dadurch erhöht sich die Zahl der Handkarten. Dies passiert auch dann, wenn ein Spieler einem anderen Spieler eine Blockerkarte in eine Reihe legt.

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Die Blockerkarten verbieten es dem anderen Spieler Zahlenkarten mit bestimmten Hintergrundfarben in die betreffende Reihe zu legen. Der Spieler, der die Blockerkarte gespielt hat, darf danach zwei Karten nachziehen. Eine größere Kartenhand hilft ebenso bei „3×8“ die Nase vorne zu haben. Hat es ein Spieler geschafft mindestens acht Karten in eine Reihe zu legen lässt er eine Karte liegen und dreht diese um. Wer zuerst drei umgedrehte Karten vor sich liegen hat, hat sofort gewonnen.

Einschätzung
Mir persönlich gefällt das Design der Karten von „3×8“ sehr gut. Die Karten sind zwar kräftig bunt, aber dennoch gut zu erkennen. „3×8“ kombiniert bekannte Elemente so geschickt, dass ein kurzweiliges Spiel entsteht, das in fünf Minuten erklärt ist. Die Regeln sind, wie bei so vielen Spielen von Amigo-Spiele, kurz, knapp und klar und lassen keine Fragen offen. Mitdenken muss man aber schon, denn ein wenig Taktik ist durchaus

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gefragt. Welche Karten sollte man zuerst spielen und wann Karten vom Ende einer Reihe an eine andere Reihe verschieben? Der Einsatz von Blockerkarten ist durchaus auch interessant, bremst es die Gegenspieler doch aus und erhöht dabei gleichzeitig die eigene Kartenhand. Natürlich ist es immer ein Vorteil, die eigene Kartenhand zu vergrößern und möglichst immer mehrere gleichfarbige Karten auszuspielen. So gesehen ist „3×8“ vielleicht nicht die große Innovation, aber es ist definitiv unterhaltsam und eignet sich sehr gut für Familien. Für erfahrene Spielerunden kann es als Einstiegsspiel in einen Abend dienen oder als Abschluss, weil die Spielzeit eher kurz ist.

„3×8“
Autor: Christian Fiore und Knut Happel
Verlag: Amigo Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: 8 Euro

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