Cities Skylines – Das Brettspiel

© Kosmos Verlag

Rom ist bekanntlich nicht an einem Tag erbaut worden. Das gilt im Prinzip für jede Stadt, egal von welcher Größe. Bei den Städten, die die Spieler in „Cities Skylines – Das Brettspiel“ errichten, stimmt das so nicht. Hier benötigen die Spieler nicht mal zwei Stunden, um eine prosperierende Metropole zu gründen. Das Brettspiel, das auf dem 2015 erschienenen Computerspiel basiert, ist da sogar schneller als die elektronische Vorlage.

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Wie funktioniert es?
Am Anfang haben die Spieler ein völlig leeres Stadtgebiet vor sich liegen. Zu Beginn wird ein Teil des Stadtgebiets erschlossen und dort sind dann Straßen und einzelne Stadtviertel zu sehen. Auf die leeren Flächen zwischen Straßen und Wassergebieten können dann Gebäude in Form von Plättchen errichtet werden. Dazu bietet „Cities Skylines – Das Brettspiel“ mehrere Szenarien an. Für alle Szenarien gelten jedoch die gleichen Regeln.

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Die Plättchen kommen nämlich durch das Ausspielen von entsprechenden Baukarten auf den Spielplan. Auf den Baukarten befinden sich Wohngebiete, Gewerbegebiete und Industriegebiete. Außerdem gibt es noch Versorgungsgebäude für Strom, Wasser und Müll und Dienstleistungsgebäude, wie Krankenhaus, Polizeistation und Feuerwache. Die Spieler haben zu Beginn schon ein paar Baukarten vor sich. Weitere befinden sich in drei Stapeln. Ist ein Spieler am Zug so kann er eine seiner Baukarten spielen und dann das entsprechende Gebiet oder Gebäude errichten. Welche Karte der jeweilige aktive Spieler verwenden will, entscheiden alle Spieler zusammen, denn „Cities Skylines – Das Brettspiel“ ist ein kooperatives Spiel. Nun hat jede Karte Kosten.

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Sie kann aber auch Vorteile bringen, wenn bereits bestimmte andere Gebäude oder Gebiete in unmittelbarer Nachbarschaft oder im Stadtviertel vorhanden sind. So erhöhen Wohngebiete die Zahl der Arbeitskräfte, die zur Verfügung stehen, bringen aber auch Verkehr und Müll mit sich. Und mit diesen Folgeerscheinungen müssen die Spieler dann zu Recht kommen. Ab einem gewissen Punkt kann dann kein neues Wohngebiet gebaut werden. Zum Beispiel, wenn der Müll nicht entsorgt werden kann oder die Kriminalität zu hoch ist. Dann müssen die passenden Versorgungs- und Dienstleistungsgebäude errichtet werden. Eine Polizeiwache reduziert die Kriminalitätsrate und eine Mülldeponie verringert das Müllproblem. Negative Werte bei der Versorgung mi Strom und Wasser wirken sich dann auch negativ auf die Laune der Bevölkerung aus.

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Um an benötigte Baukarten zu kommen, kann der aktive Spieler auch eine seiner Baukarten gegen Bezahlung aus der Stadtkasse gegen eine andere Karte austauschen. Sollte ein Spieler keine Karten mehr regelkonform spielen können, hat die gesamte Gruppe verloren. Das geschieht auch, wenn die Stadtkasse Kosten bezahlen müsste, dies aber nicht kann. Also muss geschaut werden, wie die Probleme unter Kontrolle gehalten werden können. Ansonsten endet das Spiel, wenn das letzte Stadtgebiet erschlossen und bebaut wurde. Dann wird geschaut, wie zufrieden die Bevölkerung ist.

Einschätzung
„Cities Skylines – Das Brettspiel“ macht wirklich Laune, ist aber auch eine permanente Herausforderung. Während am Anfang alles noch recht locker aussieht, wird mit zunehmender Spieldauer die Lage immer schwieriger. Die Stadtkasse ist notorisch klamm, die Mülldeponie dafür eigentlich ständig voll. Kriminalität und Verkehr sind immer schwerer in den Griff zu bekommen. Mit anderen Worten: Es ist wie in Wirklichkeit. Je größer eine Stadt wird, umso mehr wachsen auch ihre Probleme.

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„Cities Skylines“ bietet den Spielern wirklich einige Herausforderungen. Hilfreich sind die Tipps, die es in der Anleitung gibt, um wenigstens einigermaßen zu bestehen. Mit jeder Partie erhöhen  sich natürlich die Kenntnis und die Erfahrung der Spieler. „Cities Skylines – Das Brettspiel“ setzt nicht voraus, dass man das Computerspiel kennt. Die Illustrationen richten sich zwar am digitalen Vorbild aus, aber ansonsten schafft es das Brettspiel gut, sich vom Vorbild abzusetzen. „Cities Skylines – Das Brettspiel“ ist ein gutes Erwachsenenspiel. Für Kinder könnte das Thema etwas zu trocken sein.

„Cities Skylines – Das Brettspiel“
Autor: Rustan Håkansson
Verlag: Kosmos
Für 1 – 4 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 40 – 70 Minuten
Preis: 35 Euro

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