Dice Flick

© Pegasus Spiele

Als Kinder haben wir auf dem Spielplatz um die Ecke gerne mit Murmeln gespielt. Dabei war es das Ziel die runden Glaskugeln mit den Fingern in eine Vertiefung im Boden zu schnipsen. An dieses Spiel meiner Kindheit wurde ich erinnert, als das Spiel „Dice Flick“ von Pegasus Spiel vor mir lag. Denn „Dice Flick“ heißt übersetzt so viel wie „Würfel Schnipsen“. Und wie beim Murmel-Schnipsen in meiner Kindheit, gilt es hier auch Würfel in ein Ziel zu schnipsen.

Wie funktioniert es?
Bei „Dice Flick“ dient das untere Teil der Spieleschachtel als Spielfeld. Dort eingelassen ist ein Plastik-Einsatz, der aus 25 Vertiefungen besteht, die in fünf mal fünf Reihen eingeteilt sind. Diese Reihen sind rundum von einem Graben umgeben.

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Am oberen Rand jeder der vier Seiten des Schachtelunterteils wird an dafür markierten Stellen je eine kleine Plattform angebracht, auf die genau ein Würfel passt. Von einer dieser Plattformen aus wird immer ein Würfel in die Schachtel geschnipst. Jeder Spieler zieht zu Beginn des Spiels zufällig drei Würfel aus einem Stoffbeutel. Dabei gibt es Würfel in den drei sehr bunten Neonfarben Grün, Gelb und Blau. Außerdem gibt es noch weiße Joker-Würfel und spezielle pinke Power-Würfel. Ist ein Spieler an der Reihe darf er zwei seiner drei Würfel in die Schachtel schnipsen. Dafür darf er die Spieleschachtel drehen, so dass er von jeder Seite aus agieren kann.

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Ziel ist es dabei, dass mindestens drei gleichfarbige Würfel nebeneinander horizontal oder vertikal, aber nicht diagonal, in Vertiefungen liegen. Als hilfreich erweisen sich dabei vorab eingeklebte Plättchen, die jeder Farbe bereits einen Würfel verschaffen. Diese zählen aber nur, wenn sie nicht durch Würfel abgedeckt werden. Die jeweiligen gleichfarbigen Würfel werden dann gewertet und wieder zurück in den Beutel gelegt. In die Wertung kommen dabei die oben sichtbaren Augenzahlen der Würfel, die addiert werden.

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Die erzielten Punkte werden auf einem Wertungsblock eingetragen. Die pinken Power-Würfel erlauben es sogar eine ganze Reihe, in der sie liegen, zu werten, egal wie die Farbe der Würfel in dieser Reihe ist. Auch diese Würfel werden nach der Wertung zurück in den Beutel gelegt. Dort landen auch Würfel, die in den Graben fallen. Zwei Sonderfelder erlauben es einen dritten Würfel zu schnipsen, bzw. einen Würfel doppelt zu werten. Nachdem ein Spieler beide Würfel geschnipst hat, zieht er zwei neue Würfel aus dem Beutel nach, so dass ein Spieler immer aus drei Würfeln auswählen kann. Nach zehn Runden ist Schluss und es wird geschaut, wer die meisten Punkte holen konnte.

Einschätzung
„Dice Flick“ ist ein völlig unkompliziertes und sehr unterhaltsames Familienspiel. Dabei kommt es vor allem auf Geschicklichkeit und ein wenig Glück an.

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Taktik oder Strategie sind nicht vonnöten. Ich kann höchstens versuchen – und das ist ja auch das Ziel – einzelne Würfel in bestimmte Vertiefungen zu bekommen. Das ist allerdings tatsächlich nicht so einfach. Das gezielte Schnipsen der Würfel sollte man vor dem ersten Spiel ein wenig üben. Ich jedenfalls habe ohne diese Probephase im ersten Spiel jämmerlich versagt. Die Spielzeit ist übersichtlich und das Spiel sehr dynamisch. Praktischerweise kommt das Spielfeld direkt mit der Schachtel daher. Das macht den Platzbedarf übersichtlich. „Dice Flick“ ist ein kurzweiliges Spiel ohne hohen Anspruch, das Spaß machen soll. Genau das richtige für Familien, die ein schnelles Spiel suchen und nicht erst viele Regeln lesen wollen und bei denen der Funfaktor ganz oben steht.

„Dice Flick“
Autor: Rami Gaber
Verlag: Pegasus Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 15 – 25 Minuten
Preis: 20 Euro

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