DownForce

© Hutter-Trade

Es kommt immer mal wieder vor, dass ein erfolgreiches Spiel neu aufgelegt wird. Ein noch recht junger Verlag in den USA, Restoration Games, hat sich sogar darauf spezialisiert. Bei ihm ist im vergangenen Jahr das Spiel „DownForce“ neu aufgelegt worden. Ursprünglich war das Spiel von Wolfgang Kramer als Top Race erschienen und auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 1996 gekommen. Nach mehr als 20 Jahren gibt es das Spiel nun im neuen Gewand mit leicht überarbeiteten Regeln. Für den europäischen Markt hat der französische Verlag iello die Neuauflage übernommen.

Wie funktioniert es?
Insgesamt sechs Boliden stehen an der Startlinie und wollen durchstarten. Zur Auswahl stehen dafür zwei Rennstrecken. Die eine ist eindeutig dem Kurs in Monaco nachempfunden, die zweite erinnert an den Nürburgring. Bevor die Rennwagen jedoch Gas geben können, muss für jeden Rennwagen ein Besitzer gefunden werden.

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Hier kommen nun die Rennkarten ins Spiel. Die 42 Karten werden gut gemischt und gleichmäßig unter den zwei bis sechs Spielern verteilt. Übrige Karten wandern zurück in die Schachtel. Dann werden die sechs Rennwagen zusammen mit einer zugehörigen Rennkarte und einer zufällig dem Wagen zugeordneten Karte mit einer Spezialfähigkeit versteigert. Dafür werden die Rennkarten verwendet.

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Jeder Spieler legt eine Karte aus seiner Hand verdeckt vor sich ab. Alle offenbaren gleichzeitig ihr Gebot. Wer das höchste Gebot in der Farbe des zur Versteigerung stehenden Wagens abgibt, erhält den Wagen mitsamt den beiden Karten. Für die Versteigerung verwendeten Karten nehmen die Spieler wieder zurück in die Hand. Sie sind also nicht verloren. Den Kaufpreis muss sich der jeweilige Spieler auf seinem Rennzettel notieren. Dieser Preis wird später vom Renngewinn abgezogen. Am Ende der Versteigerung sollte jeder Spieler mindestens einen Wagen haben. Sind alle Wagen versteigert, geht das Rennen los. Der Spieler, der den Wagen auf der Poleposition ersteigert hat, darf als erster eine seiner Rennkarten aus der Hand spielen.

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Dann werden alle Rennwagen bewegt, die auf der Karte abgebildet sind. Dabei wird immer mit dem Wagen begonnen, der den höchsten Wert zeigt. Alle anderen Wagen werden in absteigender Reihenfolge bewegt. So bewegt jeder Spieler oft auch die Wagen der Mitspieler; auch dann, wenn er das vielleicht gar nicht will. Während des Rennens gibt es drei Mal die Chance eine Wette auf den Sieger zu platzieren. Auch diese Wetten hält jeder Spieler auf seinem Rennzettel fest.

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Je früher man dabei auf das richtige Auto tippt, umso mehr Geld gibt es am Ende des Rennens. Kommt ein Wagen ins Ziel, so wird er aus dem Rennen genommen und auf das entsprechende Platzierungsfeld gestellt. Sind alle Rennwagen eines Spielers im Ziel, gibt der Spieler alle restlichen Handkarten ab und ist aus dem Spiel ausgeschieden. Das Rennen ist dann beendet, wenn entweder alle Autos im Ziel sind oder die Spieler keine Handkarten mehr haben. Nun wird gewertet. Für die Platzierung seines Rennwagens bekommt der Besitzer des Autos eine entsprechende Menge Geld. Dazu kommt dann noch das Geld aus den richtig platzierten Wetten. Von dem gewonnen Geld wird das Geld der Versteigerung vom Anfang des Spiels abgezogen. Wer jetzt das meiste Geld hat, der gewinnt.

Einschätzung

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„DownForce“ erinnert mit seinem Grundprinzip an Spiele wie „Camel Up“ und „Kopf an Kopf“. Wobei die Bewegung bei diesen beiden Spielen durch Würfel geschieht und deutlich mehr dem Zufall überlassen ist. „DownForce“ ist da wesentlich besser zu steuern. Außerdem besticht das Spiel durch seine Gradlinigkeit und seine ganz einfachen Regeln. Dadurch ist es hervorragend für Familien geeignet, aber auch für alle anderen Spielerunden. Es ist spannend und kurzweilig. Man muss beim Steigern am Anfang schon darauf achten, welches Auto man sinnvollerweise ersteigern will. Während des Spiels muss man gut überlegen, wann man welche Karte spielt und entsprechend taktisch agieren. Es gewinnt nicht automatisch der Spieler mit den meisten Autos.

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Es kann sogar klüger sein, nur ein einziges Auto zu besitzen. „DownForce“ ist attraktiv gestaltet und vor allem die kleinen Autos machen einfach Spaß. Schön wäre es natürlich, wenn es noch mehr Rennstrecken geben würde. Besonders gut und unterhaltsam ist das Spiel in der Vollbesetzung mit sechs Leuten, wenn jeder ein Auto hat. Kurz gesagt: „DownForce“ ist ein super rasantes Rennspiel, mit großem Unterhaltungswert!

„DownForce“
Autor: Wolfgang Kramer
Verlag: iello / Vertrieb: Hutter-Trade
Für 2 – 6 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: 35 Euro

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