Qwantum

© Nürnberger Spielkarten Verlag

Trilogien scheinen auch bei Spielen in Mode zu kommen. Man denke nur an „Cottage Garden“, das mit „Indian Summer“ und „Spring Meadow“ vervollständigt wurde. Oder „Die verbotene Insel“, die in „Die vergessene Stadt“ und „Forbidden Sky“ ihre Fortsetzungen gefunden hat. Nun ist auch die Reihe der drei „Q“-Spiele „Qwixx“ und „Qwinto“ mit „Qwantum“ abgeschlossen.

Wie funktioniert es?
„Qwantum“ ist auf dem ersten Blick seinen beiden Vorgängern sehr ähnlich. Auf einem Block sollen die Spieler Zahlen eintragen und zwar je sechs Zahlen in vier Zeilen. Jede Zeile hat eine andere Farbe. Die Zahlen kommen von sieben Würfeln. Sechs dieser Würfel zeigen Zahlen von eins bis sechs in den vier möglichen Farben. Der siebte Würfel ist weiß und wird als Joker oder auch Addition verwendet. Die Zahl des weißen Würfels wird immer der Zahlensumme jeder anderen Farbe hinzugerechnet. Wenn ein Spieler als aktiver Spieler am Zug ist, dann würfelt er die sieben Würfel. Je nach Zufriedenheit mit dem Wurf kann der Spieler alle oder auch einzelne der Würfel noch ein zweites Mal werfen. Dann muss er sich für eine Farbe entscheiden. Er addiert die Zahlen dieser Farbe und trägt sie auf seinem Block in der passenden Zeile ein. Die Mitspieler dürfen sich auch Zahlen eintragen, aber nicht in der Farbe, die der aktive Spieler gewählt hat. Eingetragen werden die Zahlen jeweils von links nach rechts. Dabei müssen die Zahlen immer größer werden, bis zu einer Grenze, ab der sie dann wieder kleiner werden sollen. Punkte erhalten die Spieler aber nicht für komplettierte Zeilen, sondern für Spalten. Ist bei einem Spieler in einer Spalte in jeder Zeile eine Zahl eingetragen, so darf er sich den zweitniedrigsten Wert davon als Siegpunkte auf seinem Block notieren. Das Spiel endet, wenn ein Spieler alle 24 Zahlenfelder auf seinem Block ausgefüllt hat oder jemand fünf Mal keine Zahl eintragen konnte. Dann wird geschaut, wer die meisten Punkte bei sich notiert hat.

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Einschätzung
„Qwantum“ ist wirklich leicht zu verstehen. In fünf Minuten sind die Regeln erklärt. Der Einstieg ist damit ziemlich schnell geschafft. Doch so leicht der Einstieg ist, das Spiel selbst ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Spieler müssen sich sowohl als aktive und auch gerade nicht aktive Spieler überlegen, welche Zahl sie bei sich eintragen wollen. Ich möchte natürlich möglichst hohe Zahlen eintragen, weil das viele Punkte bringt. Es ist aber schwierig, diese hohen Zahlen dann noch einmal zu übertreffen. Wähle ich die Zahlen aber zu niedrig, gewinne ich nur wenige Punkte und habe später, wenn ich absteigende Zahlen benötige, auch ein Problem dann unter diesem Zahlenwert zu bleiben. So riskiere ich Fehlwürfe und Punktabzug. Da alle Spieler auch im Zug des aktiven Spielers beteiligt sind, gibt es keine Wartezeit bei „Qwantum“. Im Gegenteil Aufmerksamkeit ist gefragt, weil jeder Spieler darauf achten muss, welche Farbe bereits vom aktiven Spieler verwendet wurde. Und dann muss ich mir eben selbst immer gut überlegen, welche Zahlen ich wähle. „Qwantum“ ist also in einem hohen Maß ein taktisch geprägtes Spiel mit einem kräftigen Schuss Würfelglück. Mir hat „Qwantum“ insgesamt sehr gut gefallen. Es landet definitiv im Koffer für den nächsten Urlaub, weil es wenig Platz wegnimmt und in Prinzip überall zu spielen ist. Dazu bietet es kurzweilige und herausfordernde Unterhaltung mit einer Prise Spannung, die dieses Spiel lohnenswert machen! Wer übrigens schon die beiden ersten Spiele aus der Reihe, „Qwixx“ und „Qwinto“, kennt, dem werden Ähnlichkeiten auffallen, aber auch neue Elemente. Es lohnt sich also durchaus die Trilogie zu vervollständigen.

„Qwantum“
Autor: Anna Oppolzer, Stefan Kloß, Reinhard Staupe
Verlag: Nürnberger Spielkarten Verlag
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 15 Minuten
Preis: 7 Euro

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