Dream Islands

© Schmidt Spiele

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Sonne, weißer Strand und ein Drink in der Hand. So hört sich für viele Menschen der Traumurlaub an. Fehlt nur die richtige Urlaubsinsel, die diesen Traum wahr werden lässt. Die kann man im Spiel „Dream Islands“ von Lorenz Kutschke finden, das bei Schmidt Spiele erschienen ist.

Wie funktioniert es?
Bei „Dream Islands“ übernehmen die Spieler die Rolle von Reiseleitern, die versuchen müssen, die Wünsche ihrer Reisegäste zu erfüllen. Wem das am besten gelingt, erhält dafür die meisten Punkte und gewinnt. Vor den Spielern liegt das Spielbrett, das eine Gruppe von Inseln zeigt. Verbunden sind diese Inseln mit einer gestrichelten Linie. Sie gibt die Reiseroute vor. Mit ihren Spielfiguren müssen die Spieler von Insel zu Insel reisen, um die Wünsche der Reisenden zu erfüllen. Jeder Spieler hat sechs Figuren in seiner Farbe. Die Figuren aller Spieler starten im Grunde an der gleichen Stelle. Um zu wissen, welche Wünsche die Reisegäste haben, bekommt jeder Spieler in seiner Farbe 16 Karten mit den Wünschen seiner Reisenden. Diese Karten werden gemischt und jeder Spieler nimmt drei Karten auf die Hand, ohne das die Mitspieler wissen, welche Wünsche ich zu erfüllen habe. Ein Wunsch kann darin bestehen, dass fünf Mitglieder meiner Reisegruppe auf einer Insel versammelt sein wollen. Oder aber, dass auf drei aufeinanderfolgenden Inseln, jeweils mindestens eine Figur meiner Farbe steht. Um seine Figuren zu bewegen, hat jeder Spieler eine eigene Ablagetafel. Auf jeder Tafel gibt es vier Felder mit den Zahlenwerten zwei bis fünf. Wählt ein Spieler ein Feld, um seine Figuren entsprechend weit zu ziehen, markiert er dieses Feld mit einer Muschel. Es kann erst dann wieder genutzt werden, wenn alle vier Felder mit Muscheln besetzt sind. Die Anzahl der gewählten Schritte kann beliebig auf eigene Figuren verteilt werden. Durch geschicktes Ziehen der eigenen Figuren müssen die Spieler nun versuchen die auf den Karten angegebenen Wünsche zu erfüllen. Ist ein Wunsch erfüllt, wird die entsprechende Karte abgelegt und eine neue Karte nachgezogen. Das Spiel endet, sobald ein Spieler keine Karte mehr erfüllen muss oder sich auf der mittleren Insel, die Extrapunkte bringt, mindestens sechs Figuren tummeln.

Einschätzung
„Dream Islands“ ist das ideale Spiel für Gelegenheitsspieler. Positiv fallen die einfachen und klaren Regeln auf, die in einer vorbildlichen Spielanleitung leicht verständlich und umfassend erklärt werden. Dazu kommt die witzige und thematisch passende Illustration von Michael Menzel. Und auch die angenehm kurze Spieldauer verlockt dazu, das Spiel öfter auf den Tisch zu bringen. Eine große Strategie kann bei „Dream Islands“ nicht verfolgt werden. Es geht vielmehr um viele kleine taktische Entscheidungen. Dazu kommt, dass mir die Mitspieler gerne auch einen Strich durch die Rechnung machen, weil eben jeder seine eigenen Wünsche erfüllen will. Außerdem ist nicht vorherzusehen, welche Wünsche meiner Reisegruppe als nächstes auftauchen werden. Eine Vorausplanung ist da nur bedingt möglich. Insgesamt mag „Dream Islands“ zwar nicht der große Wurf eines innovativ neuen Spiels sein, aber es ist grundsolide, rund und absolut Familientauglich. Ein Spiel, das bei uns nicht nur in der Urlaubszeit gespielt werden wird.

„Dream Islands“
Autor: Lorenz Kutschke
Verlag: Schmidt Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

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