Heuschrecken Poker

© Drei Magier – Schmidt Spiele

Insekten können ja so allerhand: Sushi zubereiten oder auch einen Salat. Sie können mogeln und schummeln, und unter anderem auch Poker spielen. Wobei das so nicht ganz stimmt, auch wenn es der Titel „Heuschrecken Poker“ nahelegt. Es geht es bei diesem Spiel von Drei Magier nicht etwa um Heuschrecken, die Poker spielen. Sondern zwei bis vier Personen spielen eine abgewandelte Form von Poker um Obst und Gemüse. Und leider mischen die Heuschrecken eben auch mit.

Wie funktioniert es?

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„Heuschrecken Poker“ ist schnell erklärt. Alle beteiligten erhalten ein identisches Set aus acht Karten auf die Hand. Es gibt die Zahlen eins bis sechs, ein Ass und eine X-Karte. In die Mitte werden drei Karten vom Stapel der Gartenkarten gelegt. In diesem gibt es neben Obst und Gemüse auch Heuschrecken.

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Dabei werden Karten der gleichen Sorte zusammengelegt. Auf die Karten in der Mitte wird geboten, indem jede Person eine eigene Handkarte verdeckt vor sich ablegt. Dann wird aufgedeckt und die Person mit dem höchsten Kartenwert nimmt sich zuerst alle Karten einer Sorte und legt sie offen vor sich ab. Dann folgt die Person mit dem nächsten Wert. Wer ein Ass spielt, nimmt sich sämtliche Karten aus der Mitte.

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Wer eine X-Karte legt, übernimmt allerdings die Funktion des Asses. Jedoch ist die Sache nicht ganz so einfach, denn Karten mit gleichem Wert heben sich gegenseitig auf. Gespielte Handkarten legt jede Person verdeckt vor sich ab. Mein Ziel ist es Sets aus gleichen Karten zu sammeln. Habe ich z.B. drei Erdbeer-Karten, gebe ich diese ab und erhalte einen Siegpunktchip. Schlecht ist, wenn ich drei Heuschrecken gesammelt habe.

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Denn dann muss ich alle Karten, die dann vor mir liegen abgeben, weil die Heuschrecken alles fressen. Sind alle acht Karten von der Hand gespielt, gibt es eine Zwischenwertung. Wer jetzt die meisten Gartenkarten vor sich liegen hat (Heuschrecken zählen nicht dazu), erhält ebenfalls noch einen Siegpunktchip. Dann nehmen alle ihre acht Karten wieder auf die Hand. Und es wird weiter um die Gartenkarten gepokert. Wenn keine Gartenkarten mehr zu holen sind, endet das Spiel und es gewinnt, wer die meisten Siegpunktchips hat.

Einschätzung
„Heuschrecken Poker“ ist ein klassisches Familien-Zocker-Spiel. Es ist witzig gestaltet. Alle Obst- und Gemüsekarten sind schon angebissen, weil eben die Heuschrecken schon darüber hergefallen sind. Und die gefräßigen Sechsbeiner schauen ziemlich bedrohlich drein. Außerdem ist das Spiel sehr schnell erklärt. In wenigen Minuten kann es losgehen.

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Jede Person legt eine Karte, um sich die gewünschten Karten aus der Mitte zu holen. Das klingt zunächst sehr einfach. Allerdings muss ich mich in den Kopf der anderen reindenken und überlegen, was die wohl machen werden und dann entsprechend die eigene Karte legen. Das Problem: Alle anderen machen das auch. Ein Dilemma, das aber den Hauptteil der Spannung und des Spaßes bei diesem Spiel ausmacht. Vor allem wenn es darum geht, Heuschrecken-Karten nicht zu bekommen. Das Spiel läuft also sehr stark auf einer Meta-Ebene ab. Dabei spielt die Regel, dass sich gleiche Karten gegenseitig aufheben eine wichtige Rolle. Wenn sich nämlich überraschend Karten aufheben und jemand dann Karten bekommt, mit denen er gar nicht gerechnet hat, ist kurzweilige Unterhaltung garantiert. So kann eine niedrige Karte plötzlich sehr wertvoll sein oder eben auch nicht. Oder aber ein Ass geht nach hinten los, weil eine X-Karte dazwischenkommt. Weil dieser Aspekt des Spiels so wichtig ist, sollten es allerdings schon vier Leute sein, die mitspielen. Dann macht es am meisten Spaß!.

„Heuschrecken Poker“
Autor: Jacques Zeimet
Verlag: Drei Magier – Schmidt Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 12,50 Euro

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