HiLo

© Schmidt Spiele

Es sind oft die einfachen Spiele, die am meisten Spaß bereiten können. Das trifft auch auf „HiLo“ zu. Bei dem Kartenspiel von Schmidt Spiele ist es das Ziel möglichst viele eigene Karten loszuwerden oder nur noch Karten mit möglichst niedrigen Werten zu besitzen.

 

 

Wie funktioniert es?
Zu Beginn bekommt jeder Spieler verdeckt neun Karten, die er – ohne sie anzuschauen – ebenso verdeckt in einem Muster von dreimal drei Karten vor sich legt. Zwei der Karten darf jeder Spieler aufdecken.

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Der Spieler mit der höchsten Summe aus den beiden aufgedeckten Karten wird Startspieler. Zwischen den Spielern befindet sich ein verdeckter Nachziehstapel – eine Karte liegt offen. Sie bildet den Beginn des Ablagestapels. Ist ein Spieler an der Reihe muss er sich entweder die oberste offene Karte vom Ablagestapel nehmen oder die oberste Karte vom verdeckten Nachziehstapel. Diese Karte muss er gegen eine offene oder verdeckte Karte in seiner Auslage austauschen. Verdeckte Karten werden so auch zu offenen Karten. Es ist auch erlaubt eine Karte, die ein Spieler vom verdeckten Nachziehstapel gezogen hat direkt auf den Ablagestapel zu legen. In diesem Fall deckt er eine noch verdeckte Karte in seiner Auslage auf.

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Hat ein Spieler eine Reihe (vertikal, horizontal oder diagonal) von drei Karten in derselben Farbe in seiner Auslage, darf er diese Reihe komplett auf den Ablagestapel legen. Die niedrigste Karte muss er ganz nach oben legen. Wenn nötig schiebt der Spieler die restlichen Karten seiner Auslage dann so zusammen, dass er wieder zwei Reihen a drei Karten hat. Was eigentlich nur passiert, wenn eine diagonale Reihe gleichfarbiger Karten entstanden war. Hat ein Spieler nur noch offene Karten in seiner Auslage endet eine Runde und die Zahlenwerte auf den Karten werden für jeden Spieler zusammengezählt. Das Spiel endet, wenn ein Spieler zuerst die Summe 99 erreicht. Wer dann die kleinste Gesamtsumme hat, gewinnt.

Einschätzung
„HiLo“ ist super schnell erklärt. Die Regeln sind echt nicht schwierig. Karte nehmen, Karte tauschen oder aufdecken und eine möglichst niedrige Summe auf Karten haben. Und dennoch stehe ich immer wieder vor taktischen Herausforderungen und kniffligen Entscheidungen. Welche Karte sollte ich tauschen? Sollte ich doch lieber die höhere Karte nehmen, um eventuell später eine Reihe komplett zu haben und sie dann weglegen zu können? Womit helfe ich meinen Gegenspielern? Und welche Karten liegen noch zuletzt verdeckt in meiner Auslage?

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Das macht „HiLo“ so spannend. Allerdings ist der Glücksfaktor auch ziemlich hoch, gerade am Ende einer Runde, wenn die letzten noch verdeckten Karten aufgedeckt werden. Gerade im Spiel zu zweit kann das sehr entscheidend sein. Wer das Spiel „Skyjo“ schon kennt, der wird zwischen beiden Spielen große Ähnlichkeiten feststellen und kann sich dann entscheiden, was ihm besser gefällt.  Wer „Skyjo“ noch nie in der Hand hatte, dem kann das völlig egal sein. „HiLo“ ist auf jeden Fall super für Familien geeignet. Auch für Leute, die nur ganz gelegentlich Spiele zur Hand nehmen, ist es eine gute Wahl.

„HiLo“
Autor: Eilif Svensson, Knut Strømfors
Verlag: Schmidt Spiele
Für 2 – 6 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: 12,50 Euro

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