Port Royal – Big Box

© Pegasus Spiele

Das späte 17. und frühe 18. Jahrhundert gilt als die goldene Zeit der Piraterie. Zentrum war vor allem die Karibik. Zu Beginn dieser Ära ist die – bis dahin berühmte und wichtige – Hafenstadt Port Royal auf Jamaika durch ein Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami zerstört worden. Port Royal galt als ein zentraler Ort der Piraterie und spielt auch in den „Fluch der Karibik“ Filmen eine wichtige Rolle. Damit ist auch schon klar, worum es bei einem Spiel geht, das „Port Royal“ heißt. Das „Port Royal“ Grundspiel ist 2014 erschienen. Dann gab es diverse Erweiterungen. Im Frühjahr ist bei Pegasus Spiele nun die „Port Royal – Big Box“ erschienen, die alle Erweiterungen und das Grundspiel beinhaltet.

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Wie funktioniert es?
Das Spielprinzip von „Port Royal“ ist denkbar einfach. Bin ich am Zug decke von einem sehr großen Stapel nach und nach Karten auf. Diese Karten zeigen Schiffe und Personen. Schiffe gibt es in den fünf Farben, grün, rot, blau, gelb und schwarz. Ich kann so lange Karten vom Stapel aufdecken, wie ich das will und ich mich dafür entscheiden aufzuhören.

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Habe ich bis zu drei verschieden farbige Schiffe aufgedeckt, dann darf ich mir eine Karte aus allen aufgedeckten Karten nehmen. Sind es vier oder fünf verschieden farbige Schiffe, dann darf ich sogar zwei bzw. drei Karten aus der Auslage nehmen. Aber! Wenn ich ein Schiff aufdecke, dessen Farbe ich schon in der Auslage habe, wird alles abgeräumt und ich bekomme gar nichts. Schiffe, die ich nehme, bringen mir Geld und für Geld kann ich Personen anheuern, die mir Siegpunkte einbringen.

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Da Karten nacheinander genommen werden, kann ich Geld, das ich eben durch ein Schiff bekommen habe, gleich verwenden, um eine Person anzuheuern. Schon zu Beginn des Spiels starten aber alle auch schon mit einem Guthaben von drei Geld. Um das Geld darzustellen, werden auch die Karten vom großen Stapel verwendet. Dafür ist auf die Rückseite jeder Karte eine Münze aufgedruckt. Also haben die Karten eine doppelte Funktion. Neben den Siegpunkten haben alle Personenkarten auch noch bestimmte Eigenschaften.

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Manche erlauben es mir mehr Geld zu bekommen oder Geld zu sparen, wenn ich Personen anheuere oder auch mehr Karten zu nehmen. Andere Personen haben Symbole, die dazu dienen Expeditionsaufrufe zu erfüllen, diese bringen viele Siegpunkte und auch zusätzliches Gold. Schwert Symbole dienen dazu Schiffe abzuwehren, damit die Kartenauslage nicht abgeräumt werden muss.

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Dafür muss ich aber mindestens so viele Schwerter auf Personen haben, wie das Schiff, das ich eben aufgedeckt habe. Habe ich als aktiver Spieler eine oder mehrere Karten aus der Auslage genommen. Sind nun auch im Uhrzeigersinn alle anderen am Tisch an der Reihe. Wer sich eine Karte nimmt, ein Schiff oder eine Person, der muss für Personen natürlich die entsprechende Heuer bezahlen und dann immer ein Geld an die aktive Person zahlen.

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Wenn keine Karten mehr genommen werden aus der Auslage, dann wird diese komplett abgeräumt und die nächste Person ist aktiv an der Reihe und deckt Karten vom Stapel auf. Das geht so lange bis eine Person zuerst 12 Siegpunkte hat. Das ist das Grundspiel, das durch die drei Erweiterungen, die in der Big Box enthalten sind, noch verändert wird. Während „Port Royal Unterwegs“ eigenständig gespielt werden kann und im Prinzip nur andere Personen und Schiffe mitbringt, werden durch die Erweiterungen „Ein Auftrag geht noch“ und „Das Abenteuer beginnt“ nun auch Solo-Spiele oder kooperative Spiele möglich.

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Bei „Ein Auftrag geht noch“ kommen Aufträge ins Spiel, die bei Erfüllung zusätzlich Geld und Siegpunkte einbringen, ähnlich wie die Expeditionsaufrufe des Grundspiels. Diese Aufträge bringen noch einmal andere Ziele ins Spiel und rücken manche Karten in den Blick, die sonst nicht so oft gewählt werden. Ähnlich ist es bei dem Kampagnenspiel „Das Abenteuer beginnt“.

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Einschätzung
Die „Port Royal – Big Box“ lohnt sich nicht nur für Leute, die das Spiel noch nicht kennen, sondern auch für Leute, die vielleicht nur das Grundspiel haben. Die Erweiterungen bringen noch mal interessante Varianten und Aspekte. Besonders gut finde ich die beiden Erweiterungen „Ein Auftrag geht noch“ und „Das Abenteuer beginnt“, die dann auch das Solospiel und das kooperative Spiel möglich machen. Die Kampagne ist echt spannend und herausfordernd. „Port Royal“ ist ja sowieso schon ein sehr unterhaltsames und gutes Spiel und hier bekomme ich auf einen Schlag den gesamten Spaß geliefert. Obendrauf gibt es noch eine neue, wie ich finde, bessere Grafik. Der Einstieg ins Spiel ist wirklich sehr leicht und auch für Leute, die nicht oft spielen, gelingt er schnell. „Port Royal“ ist spannend und ein Nervenkitzel, hat eine angenehm kurze Spielzeit und einen guten Spannungsbogen. Insgesamt ist „Port Royal – Big Box“ eine klare Empfehlung auch für Familien. Super Spiel und exzellente Big Box zu einem fairen Preis!

„Port Royal – Big Box“
Autor: Alexander Pfister
Verlag: Pegasus Spiele
Für 1 – 5 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 20 – 40 Minuten
Preis: 25 Euro

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