Spiel Digital

© SpielDigital

Die erste Spiel in digitaler Form war eine interessante Erfahrung. Auf der einen Seite hatte ich den Eindruck tatsächlich mehr Neuheiten sehen und „ausprobieren“ zu können und gleichzeitig hat sich so gar kein Gefühl eingestellt, dass das jetzt die Spiel ist. Gut, das konnte sie natürlich auch nicht sein. Es fehlten schlicht die Menschen, die Stapel an Spielen, die Fundstücke, die man eben nur entdeckt, wenn man in den Hallen unterwegs ist. Die Gespräche mit anderen Spielern und Spielerinnen, wenn man zufällig in eine Gemeinschaft geworfen wird, weil einen eben jenes Spiel gerade interessiert und fasziniert. Es fehlte der Lärm, das Gedränge, der Stress, der Stau – also alles, was die Spiel so schön macht. Nein, im Ernst – darauf könnte ich gut verzichten, aber dann hat es mir doch gefehlt.

© SpielDigital

Ebenso wie das Happening als Familie dort zu sein und einen schönen Tag zu erleben, mit allem was eben dazu gehört – einschließlich auch der Galeria mit ihren Essensständen. So gut die SpielDigital auch organisiert war, sie kann eben das Gefühl der Spiel nicht transportieren. Und gut organisiert war die SpielDigital allemal, auch wenn ich hin und wieder an meinen Unfähigkeiten gescheitert bin. Immerhin habe ich es dann doch geschafft, bei virtuellen Spielen an ebenso virtuellen Tischen, zuzuschauen. Manchmal ist mir in Essen auch nicht mehr vergönnt. Und tatsächlich konnte ich mir so viel mehr Spiele anschauen. Die lästigen Wege zwischen den Hallen entfielen ja. Die Themenwelten waren cool und dass ich mir direkt eine Merkliste anfertigen konnte, ohne knittrigen Zettel.

© SpielDigital

Da steckt viel Potential drin, das für zukünftige Jahre der Spiel eine Rolle spielen könnte. Ich hoffe nur, diese Jahre mit einer Spiel wird es geben. Denn ein zweites Jahr ohne reale Messe werden die Veranstalter wohl kaum durchstehen können. Das ist ja eine gehörige finanzielle Herausforderung. Und wie es sich für die Verlage gerechnet hat, weiß ich auch nicht. Aufgefallen ist mir allerdings, dass einige Verlage auch gefehlt haben.

Das hier sind einige Spiele, die ich für mich als Neuheiten auf meiner Liste drauf habe:

Feierabend“ von 2F Spiele. Friedemann Friese ist immer gut für außergewöhnliche Spielideen. Und „Feierabend“ hebt sich mal wieder ziemlich von allen anderen Spielen auf dem Markt ab. Ein Spiel, bei dem die Spieler ihren Arbeitsstress abbauen müssen. Cool.

Elizabeth Hargrave, die Frau hinter „Flügelschlag“ bleibt sich treu und liefert mit „Mariposas“ (AEG) wieder ein wunderschönes Spiel mit Tierthematik. Diesmal geht es um den Zug von Schmetterlingen an der Westküste der USA.

Optisch spannend sieht auch „Cloud City“ von Blue Ornage aus. Nein das hat nichts mit Star Wars zu tun. Auch wenn der Name übereinstimmt. Im Spiel von Phil Walker Harding geht es darum Plattformen miteinander zu verbinden. Das sieht dann eher aus wie das Ewok-Dorf aus Star Wars.

Spannend fand ich auch „Monasterium“ von dlp. Kloster ist einfach ein spannendes Thema. War es ja auch schon für „Ora et Labora“ und „Heaven and Ale“. Bei „Monasterium“ werden nun Novizen in Klöster geschickt.

Nach ziemlich viel Spaß sieht HABAs „Dragondraft“ aus. Genau das richtige Spiel für mich. Und der Name sagt, worum es geht, Drachen draften und Kobolde und damit eine feurige Show veranstalten.

Paleo“ von Hans im Glück hat mich schon in Nürnberg begeistert und das ist nicht weniger geworden. Sehr schöne Spielidee und das auch noch im kooperativen Modus. Könnte einer der großen Titel des kommenden Jahres werden.

Kosmos konnte mich vor allem mit dem Zwei-Personen-Spiel: „Paris – Stadt der Lichter“ begeistern. Immer wieder faszinierend, mit wie wenig Material auf engem Raum ein echt spannendes Spiel entsteht. Einfach nur Plättchen legen und versuchen, dabei besser zu sein, als der Mitspieler.

Auch Lookout Games hat ein Zwei-Personen-Spiel vorgestellt: „Glasgow„. Gut klingt vielleicht nicht so schillernd wie Paris, aber hat auch seinen Reiz und von der Spielmechanik sah das sehr rund aus. Könnte mir gut gefallen.

Ganz und gar auf meiner Seite haben mich Pegasus-Spiele, bzw. Deep-Print-Games mit „Renature„. Ein neuer Wurf des Autorenduos Wolfgang Kramer und Michael Kiesling. Die beiden haben ja schon öfter zusammengearbeitet. Mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg. Bei „Renature“ scheint mir Letzteres der Fall zu sein.

Und einfach, weil ich die Filme cool finde: „Back to the Future“ von Ravensburger / alea ist ein muss für mich. Mit dem Delorian durch die Zeit reisen und die Fehler, die durch das Zeitreisen entstehen wieder in Ordnung bringen. Darauf muss man erst einmal kommen.

Und zuletzt will ich noch „Burggrafen des Westfrankenreichs“ erwähnen. Das gehört in die Reihe der Spiele des Schwerkraft Verlages, die im Westfrankenreich angesiedelt sind. Nach den Architekten und den Paladinen, sind es nun also die Burggrafen, die das Westfrankreich weiter ausbauen wollen. Hier hat mir vor allem schon mal das Spielbrett gefallen. Das sieht einfach schon mal gut aus und das ist ja bekanntlich nie verkehrt.

So, dass mal als kleine Auswahl. Da sind noch etliche Titel mehr, die mir gefallen haben. Einige Neuheiten der SpielDigital, die ich hier nicht erwähnt habe, werde ich in den nächsten Wochen hier im Blog ausführlich vorstellen!

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Spielewelt & Messeberichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.