Wir sind die Roboter

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Spätestens seit 1977, als der kleine Roboter R2-D2 das erste Mal über die Leinwand gerollt ist, weiß jeder, wie viel Aussagekraft ein einzelnes „Beep“ haben kann. Das „Beepen“ als fast einziges Mittel der Kommunikation steht bei „Wir sind die Roboter“ aus dem Nürnberger Spielkarten Verlag im Zentrum. Das Spiel ist dafür sogar für das Kinderspiel des Jahres 2020 nominiert.

Wie funktioniert es?
Beim kooperativen Kinderspiel „Wir sind die Roboter“ übernehmen die Spieler abwechselnd die Rolle eines Roboters. Dieser Roboter soll eine bestimmte Entfernung auf einer Rennstrecke zurücklegen. Die Rennstrecke gibt es als Karte, die einen Streckenverlauf zeigt und am Rand der Strecke verschiedene Gegenstände.

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Wie schnell der Roboter fahren soll und bis zu welchem Gegenstand am Streckenrand, erfährt der jeweilige Spieler auf der Rückseite der vorherigen Rennstreckenkarte. Dazu werden zu Beginn des Spiels die zwölf Rennstreckenkarten gemischt und so in einem Stapel in die Mitte zwischen die Spieler gelegt, dass immer die Rennstrecke der obersten Karte zu sehen ist. Die oberste Karte nimmt der Spieler, der den Roboter mimt und schaut auf die Rückseite. Dort sieht er drei Symbole (Schnecke, Roboter, Rakete), die die Geschwindigkeit angeben mit der der Roboter fährt und beim jeweiligen Symbol auch einen Gegenstand. Welches Symbol mit dazugehörigem Gegenstand er wählen muss, gibt eine Zahl auf der nun oben liegenden Rennstrecke an. Die Mitspieler erfahren nun vom Roboter-Spieler mit welcher Geschwindigkeit er fahren wird: Langsam, normal oder schnell.

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Den Beginn seiner Fahrt entlang der Rennstrecke macht der Roboter mit einem „Beep“ deutlich. In seinen Gedanken legt er nun die Strecke zurück und gibt wieder ein „Beep“ von sich, wenn er im Kopf an dem vorgegebenen Gegenstand angekommen ist. Mahr darf der Spieler nicht sagen. Die Mitspieler müssen nun raten, wie weit der Roboter in seinen Gedanken gefahren ist und bei welchem Gegenstand er angehalten hat. Je genauer sie das Ziel erraten, umso mehr Punkte gibt es dafür. Danach übernimmt der nächste Spieler die Rolle des Roboters und schaut sich die Rückseite der eben bewältigten Rennstrecke an. Die nächste Gedankenfahrt beginnt. Nach elf Runden wird geschaut, wie viele Punkte die Spieler sammeln konnten.

Einschätzung
Die Regeln von „Wir sind die Roboter“ sind kinderleicht zu verstehen, was für ein Kinderspiel schon mal nicht schlecht ist. Kindgerecht und fröhlich ist auch die Grafik des Spiels. Die Spieldauer ist kurz und es sind immer alle Spieler beteiligt.

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Dabei ist es spannend und zwar sowohl für die Spieler, die raten müssen, wie weit der Roboter denn nun gefahren ist, als auch für den Roboter-Spieler selbst, der ja will, dass die anderen richtig liegen. Am Anfang muss man sich ein wenig aufeinander einstellen. Denn wie schnell nun eigentlich „Schnell“ ist, das kann von Spieler zu Spieler durchaus variieren. Also müssen die Spieler sich auf das Tempo des jeweiligen Spielers einlassen und ein Gefühl für den Mitspieler entwickeln, wie der so tickt. Das macht Spaß und fördert die gegenseitige Aufmerksamkeit. „Wir sind die Roboter“ ist ein super Kinderspiel und auch für Familien geeignet, die Kinder im Grundschulalter haben. Aber auch ältere Kinder haben hier noch Spaß. Dass das Spiel für das Kinderspiel des Jahres nominiert ist, kann ich sehr gut verstehen.

„Wir sind die Roboter“
Autor: Reinhard Staupe
Verlag: Nürnberger Spielkarten Verlag
Für 2 – 6 Spieler
Ab 5 Jahren
Dauer: 15 Minuten
Preis: 10 Euro

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