Tal der Wikinger – Kinderspiel des Jahres 2019

© HABA

Am vergangenen Montag hat die Jury „Spiel des Jahres“ das Kinderspiel des Jahres 2019 gekürt. In diesem Jahr ist die Wahl auf „Tal der Wikinger“ von HABA gefallen. Damit konnte der Verlag seinen Erfolg vom Vorjahr wiederholen, als „Funkelschatz“ Kinderspiel des Jahres 2018 wurde.

Wie funktioniert es?
Das „Tal der Wikinger“ breitet sich in einem farbenfrohen und großen Spielbrett vor den bis zu vier Mitspielern aus. Im unteren Bereich sind einige Häuser eines Wikingerdorfes zu sehen. Von vier Ecken laufen Wege in die Mitte des Dorfes. Dort werden die Fässer für das große Wettkegeln aufgestellt. Jeder Spieler hat ein Fass in seiner Spielerfarbe.

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Vor einem Bootssteg oberhalb des Dorfes werden Charaktermarker in den vier Spielerfarben bereit gelegt. Acht Felder auf dem Steg werden zufällig mit Gewinnflaggen belegt. Diese Gewinnflaggen zeigen Münzen und je einmal eine Spielerfarbe. Nun kann das große Wettkegeln mit den Fässern beginnen. Ziel ist es möglichst viel Beute zu machen und auf das eigene Boot zu schaffen. Der Startspieler lässt eine große Kugel aus einer der vier Ecken des Dorfes in die Dorfmitte rollen. Alle Fässer, die dabei umgeworfen werden, kommen in die Wertung. Der Charaktermarker des entsprechenden Spielers wird auf dem Bootssteg einen Schritt nach vorne – in Richtung Wasser – bewegt. Bereits belegte Felder des Stegs werden übersprungen.

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Dabei bestimmt der aktive Spieler welcher Marker zuerst bewegt wird. Sobald ein Marker am Ende des Stegs ins Wasser fällt, wird eine Rundenwertung ausgelöst. Der Spieler, dessen Charaktermarker ins Wasser gefallen ist, geht leider leer aus. Alle anderen Spieler erhalten Entsprechend der Position auf dem Steg ein bis vier Goldstücke aus der großen Beute oder dürfen sich bei den Mitspielern bedienen und diesen Gold aus dem Schiff klauen. Natürlich kann man selbst dann auch beklaut werden. Nach der Rundenwertung werden alle Charaktermarker wieder an den Anfang des Stegs gelegt und eine neue Runde beginnt. Das Spiel endet, sobald das gesamte Gold aus der Beute verteilt ist. Wer zum Schluss das meiste Gold in seinem Schiff liegen hat, der gewinnt.

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Einschätzung
Als ich das Spiel auf der Spielwarenmesse in Nürnberg gesehen habe, war ich schon gleich angetan. Die Gestaltung ist kindgerecht und hat einen auffordernden Charakter. Das Spiel ruft gewissermaßen: „Komm und spiel mit mir“! Das liegt vor allem an dem wirklich schönen Material. Gerade auch die Drei-D Schiffe machen mächtig was her. Und natürlich ist ein Spiel, in dem es etwas umzukegeln gibt, immer reizvoll. Die Regeln von „Tal der Wikinger“ sind zudem noch sehr einfach. So kann es sofort losgehen, nachdem das große Spielbrett zusammengepuzzelt wurde. „Tal der Wikinger“ ist ein Spiel, das Emotionen weckt und nie ruhig abläuft. Denn es ist natürlich spannend, wessen Fass umgeworfen wird und wer am Ende des Stegs ins Wasser fällt und leer ausgeht. Dabei muss der aktive Spieler durchaus auch taktisch überlegen, welchen Spielermarker er zuerst bewegt, um vielleicht eine bestimmte Position auf dem Steg zu erreichen, wenn die Rundenwertung ausgelöst wird. Kinder müssen bei „Tal der Wikinger“ auch verlieren lernen. Denn gerade das beklaut werden ist nicht so schön. Aber das gehört zum Spielen eben auch dazu. „Tal der Wikinger“ ist ein rundum gelungenes Kinderspiel und hat völlig zu Recht den Preis „Kinderspiel des Jahres“ bekommen.

„Tal der Wikinger“
Autor: Marie und Wilfried Fort
Verlag: HABA
Für 2 – 4 Spieler
Ab 6 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 20 Euro

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